Kunst.
tisoware.KUNSTKREIS

 

Eine Software-Firma mit eigener "Kulturabteilung" - das gibt es bei der Firma tisoware Gesellschaft für Zeitwirtschaft mbH in Reutlingen. Seit vielen Jahren initiiert dort die Assistentin der Vertriebsleitung, Frau Barbara Krämer, die im Erstberuf studierte Kunsthistorikerin ist, neben der Herausgabe der alljährlich publizierten Kunst-Edition auch regelmäßige Führungen in Museen der Region.
Aktuelles Ziel des tisoware.Kunstkreises war daher folgerichtig die groß angelegte Lyonel-Feininger-Ausstellung im Reutlinger Kunstmuseum Spendhaus. Dort sind aktuell unter dem Titel "Ein Sinnbild höherer Wirklichkeit" in Kooperation mit der Lyonel-Feininger-Galerie in Quedlinburg 85 Werke zu sehen, die sich als richtiger Publikumsmagnet entpuppt haben.
Der Schwerpunkt der Ausstellung liegt auf dem Holzschnitt, eine Technik, die Feininger vor allem in den Jahren 1918 bis 1920 stark favorisiert hat. Barbara Krämer erläuterte anschaulich den Werdegang von Feininger, seine Anfänge als gefragter Karikaturist, seine Tätigkeit als Bauhaus-Meister und zeigte glücklicherweise erhalten gebliebene Objekte seiner Handwerkskunst wie einen Holzzug, der als qualitativ hochwertiges Spielzeug für Kinder in Serienproduktion gehen sollte sowie – Feininger war neben seiner künstlerischen Arbeit ein begeisterter Modellbauer – eines seiner vielen Segelboote in Kleinformat. Als Resümee der Kunstkreisteilnehmerinnen und -teilnehmer blieb die Feststellung, dass mit dem Deutsch-Amerikaner Lyonel Feininger (1871-1956) in Reutlingen ein Künstler ins Bewusstsein geholt wurde, der unbedingt eine nähere Beschäftigung verdient.