Kunst.
tisoware.EDITION Nr. 15

Petra Blum-Jelinek: „Zeit, sowohl als auch“, Mischtechnik 2011


Mit unserer aktuellen Edition können wir ein kleines Jubiläum feiern: bereits die 15. Ausgabe liegt nun vor. Künstlerin ist dieses Mal die 1950 in Völpke bei Magdeburg geborene Petra Blum-Jelinek, die an der Fachhochschule für Kunst und Medien in Metzingen studiert hat und aktives Mitglied der Künstlerinnenvereinigung GEDOK ist. Die Farbe Rot ist für sie künstlerisch sehr wichtig und beeinflusst – neben dem Quadrat – ihre Malerei nachhaltig. So ist es nur folgerichtig, dass sie in vielen ihrer Werke – so auch in unserer diesjährigen Edition – bildbestimmend auftaucht. Ein häufig wiederkehrendes Farbmuster in ihren Werken findet sich in der bevorzugten Verwendung von Grau und Gelb und seit einiger Zeit neu: Grün. Blum-Jelinek experimentiert sehr gerne mit verschiedenen Malgründen und arbeitet neben Farbpigmenten auch Materialien wie Sand, Asche, Sägespäne, Wachs oder Kohlestückchen in ihre Arbeiten ein. Die Künstlerin entwickelt ihre Werke aus einem sorgsam ausbalancierten, geschichteten Aufbau, sehr häufig ist eine deutliche diagonale Trennung der verschiedenen zueinander in Beziehung gesetzten Flächen zu erkennen und bildnerisch nach zu verfolgen. Petra Blum-Jelinek verarbeitet unter Anderem Natureindrücke wie Stromschnellen oder Wasserfälle als direkte Bildanstösse sowie Eindrücke aus ihrer Umwelt beziehungsweise in ihr schlummernde Bilder. Ihre Arbeitsweise ist größtenteils seriell geprägt. Die Künstlerin bevorzugt die reine Farbe und verbindet in ihren Arbeiten Flächen und Farben häufig mit zeichenartigen Gitterstrukturen, um so den auf der Leinwand gemischten Farben den entsprechenden Halt zu geben.


Barbara Krämer, M.A., Dezember 2012